Lokalpolitik im Lockdown

Aus einem digitalen OV-Treffen. (Bildquelle privat)

Zu Beginn des Lockdowns im letzten Jahr waren wir noch motiviert. Klar kriegen wir es hin, uns zu digitalisieren! Wir fingen einfach mit irgendeinem Videokonferenzprogramm an und freuten uns, wenn sich alle halbwegs sehen und hören konnten. Hier und da musste noch ein Treiber überredet werden, damit der Computer versteht, dass er ein Mikrofon hat. In manchen Fällen war das Smartphone die letzte Rettung um doch noch zum OV-Meeting zu kommen. Aber wir waren motiviert. Besonders im Sommer und frühen Herbst, als wir uns sogar draußen treffen konnten, die Grünen mögen Gärten, die Viren mögen Frischluft nicht, passt alles.


Dann kam der Winter und der zweite Lockdown fing an. Inzwischen waren wir mehr so routiniert. Und ein bisschen genervt von der — teils doch verbesserungsbedürftigen — Internetanbindung in unserer Gemeinde. Wir lernten, dass sich unsere eher lebendige Diskussionskultur online nicht durchhalten lässt, wenn eh schon alle erschöpft von zu vielen Videokonferenzen sind. Und dass wir in einer Videokonferenz streng genommen keine gültigen Abstimmungen machen können. Wir freuen uns natürlich über die Kinder, die jetzt gehäuft an unseren Treffen teilnehmen. Aber wir sehen auch, wie müde ihre Eltern sind. Viele von uns haben Angehörige, um die sie sich sorgen oder müssen sich aus Selbstschutz gut überlegen, wie viel Ansteckungsrisiko sie tragen können. Niemand von uns ist Ärztin oder Krankenpfleger. Wir denken an euch und die Kolleg:innen in den Kranken- und Pflegeeinrichtungen und sind von Herzen dankbar für das, was ihr leistet, während wir so glimpflich davonkommen.

Und bei Euch so?


Und wir sehen auch euch, liebe Nachbar:innen aus Stelle, Ashausen und Fliegenberg! Wir begegnen einander beim Wocheneinkauf mit Abstand und Maske. Wir grüßen uns auf den langen Spaziergängen. Besonders gefällt es uns, wenn wir dabei einen der bunt bemalten Steine finden, die einige von euch so liebevoll für alle fertigen und verteilen. Wir genießen gemeinsam, aber auf Distanz, die kleinen Inseln der Normalität, die zum Beispiel das Team in der Bücherei oder die Steller Gastronom:innen mit viel Engagement für uns herrichten. Auch für das alles ein großes Dankeschön!


Gerne würden wir mehr von euch hören! Wie geht es euch? Was sind eure Herausforderungen in der Pandemie? Was trägt euch durch diese Zeit? Wo könnt ihr Unterstützung aus der Kommunalpolitik brauchen? Was muss einfach mal raus? Schreibt uns gerne einen Kommentar oder schickt eine Mail (cg).

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