Immer noch möglich: Widerspruch und Einwendungen zum Aldi-Zentrallager !

Vor einem Jahr ist der Steller Ortsverband von B90/Grüne mit der Position „Erhalt des dörflichen Charakters“ in die Wahl zum Steller Gemeinderat gegangen. Dies wurde von den Bürger/innen honoriert. Drei Sitze im Gemeinderat, darin sehen wir einen klaren Auftrag.

In den Ortsteilen Fliegenberg und Ashausen wird der dörfliche Charakter bislang auch von den übrigen im Gemeinderat vertretenen Parteien hochgehalten. Anders in Stelle: das Hochregallager von Rewe und die geplante Ansiedlung eines Distributionslagers von Aldi, beides gefährdet nach Ansicht der Grünen das Ortsbild und den Charakter des Ortes.

Bei dem durch die Fa. Rewe geplanten Hochregallager, am Ortsausgang Richtung Maschen an der K86 gelegen, haben die Grünen die Anwohner in ihrem Protest unterstützt. Ein Hochregallager von 26 m Höhe, wie ursprünglich geplant, würde die in der Nähe lebenden Steller Anwohner in ihrer Wohnqualität stark einschränken. Vor etwa 30 Jahren wurde hier eine Höhenbeschränkung im Bebauungsplan auf ca. 13 m  festgeschrieben. Haben die Einwohner nicht ein Recht darauf, dass diese Festlegungen auch weiterhin Bestand haben? Die Ablehnung der Anwohner bei einer Verdoppelung einer Höhenbegrenzung auf ca. 26 m können die Steller Grünen sehr gut nachvollziehen. Sie haben sich deswegen auch im zuständigen Fachausschuss gegen die Pläne ausgesprochen.

Das und die zahlreichen Proteste der Anwohner haben dazu geführt, dass REWE seine Pläne geändert hat und nun auf das Hochregallager verzichtet.

Ob bezüglich der Aldi-Ansiedlung die gleiche Chance besteht? Gegen eine Ansiedlung von Aldi haben die Steller Grünen seit vielen Jahren argumentiert und gestritten, bislang erfolglos.

Für die vage Aussicht auf hohe Gewerbesteuereinnahmen, ohne jede Garantie auf diese Einnahmen oder auf regionale Arbeitsplätze, wird hier ein Projekt verfolgt, das große Nachteile für Natur und Ortsbild zeigt. 20 ha  (200000 qm) sollen fast gänzlich versiegelt werden, hohe Verkehrsbelastungen und Luftverschmutzung über den Ortskern, außerdem wird der Grundwasserspiegel gefährdet. Nicht zuletzt sind Vogelarten wie die Fledermaus oder auch Kröten und Frösche in ihrem Bestand stark gefährdet.

Es geht auch anders! Wie ein Beispiel aus Bayern zeigt, ist es möglich, ein solches Großprojekt durch Bürgerprotest zu verhindern. Dafür ist es in Stelle schon fast zu spät, da das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans bereits angelaufen ist.

Aber nur fast: auch nach dem 13. Oktober besteht weiterhin die Möglichkeit bei der Steller Verwaltung  Einwände zu erheben. Darauf wies uns freundlicherweise Ratsherr Neubauer hin.

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